Konzept

Sanft strebt das Dach gen Himmel. Mit leichtem Schwung verbindet es Kirche, Kindergarten und neues Gemeindezentrum, überspannt den lichtdurchfluteten Hof. So verschmilzt das Trio zum Ensemble. Dessen Star ist die Kirche, doch der Hof ist das Herz. Zum Leben erweckt haben es HGP Architekten Frankfurt. Nach ihren Plänen entsteht bis zum Juli 2016 für nur 2,2 Millionen Euro der neue Mittelpunkt der evangelischen Gemeinde Hausen. In seiner Struktur verbinden und ergänzen sich Moderne und Tradition, werden Funktionen, Generatio-nen und sogar Konfessionen zusammengeführt.

Den Hof überspannt ein leicht gefaltetes Dach mit acht Oberlichtern. Darunter gut 80 Quad-ratmeter Fläche und eine große zum Garten weisende Glasfront. Auf der gegenüberliegenden Seite wird das großzügige Atrium von der historischen Außenfassade der Kirche gefasst. Das mittlere der drei Fenster wird bis auf den Boden hinuntergebrochen, dient dann als Aus- und Übergang.

An der nordwestlichen Stirnseite der bis auf 6,50 Meter hinauf reichenden hallenartigen Spange entsteht das neue Gemeindehaus. Im Erdgeschoss beherbergt es zwei Gruppenräu-me, Büro und Küche. Im ersten Stock findet sich der 80 Quadratmeter große Gemeindesaal, davor das über eine breite Treppe vom Hof herauf erreichbare Foyer.

Ausgeführt wird der Neubau als Brettstapelkonstruktion. Einem Riesenpuzzle aus vorgefer-tigten Fichtenholz-Teilen gleich, soll der Rohbau im Idealfall in nur drei Tagen stehen. Die hellen Holzoberflächen im Inneren strahlen eine natürliche Wärme aus, schmeicheln der Hand. Die Klinkerfassade nimmt dagegen die Farbigkeit der Kirche von 1785 auf. Insgesamt ergibt sich mit dem nachwachsenden Baustoff Holz, der stets für ein angenehmes Raumkli-ma sorgt, eine ökologisch nachhaltige Konstruktionsweise. Auch so lässt sich Schöpfung schonen.

Neubau des Gemeindehauses der evangelischen Gemeinde Hausen
Frankfurt am Main


Bauherr
Evangelischer Regionalverband

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