Konzept

Das unter Denkmalschutz stehende Gebäudeensemble wurde von den Architekten Reinhardt und Süßenguth Anfang des 20. Jahrhunderts nach einem Wettbewerbserfolg errichtet. Zerstörungen des 2. Weltkrieges, unsachgemäßer Wiederaufbau und entstellende Anbauten beeinträchtigten die Wirkung dieses beispielhaften Gebäudes sehr. Die umfassende Sanierung mit Um- und Neubauten erstreckte sich auf die Trauerhalle, das Totenhaus und die Pflanzenhalle mit Betriebsbereich. Das Krematorium, das den zeitgemäßen Vorschriften nicht mehr ge-nügte, wurde aufgegeben und unterirdisch neu errichtet.

Die Trauerhalle, ein kuppelüberwölbter Zentralbau mit hochwertiger Innenraumgestaltung aus ornamentalem Putz in Sgrafittotechnik, wurde unter denkmalpflegerischen Aspekten innen und außen restauriert und neue Ausstattungselemente entworfen.

Im Totenhaus und der Pflanzenhalle, zwei einschiffigen Hallen mit massiven Bogenkonstruktionen wurden die Betriebsabläufe neu organisiert. Sämtliche Ausbauelemente sind deutlich ablesbar in die vorhandene Struktur eingestellt:

– Im Totenhaus die Aufbahrungszellen
– In der Pflanzenhalle die Personalgalerie mit Sozialräumen

Im Totenhaus wird durch die Anordnung der Aufbahrungszellen eine der Situation angemessene Umgebung geschaffen, die die notwendige Privatheit für die Trauernden garantiert.

Der Personalbereich wurde so gestaltet, daß die Mitarbeiter in den Arbeitspausen Erholung von ihrer nicht nur physisch schweren Beschäftigung finden.

Der Neubau des Krematoriums als unterirdische komplexe technische Anlage mit Oberlicht schafft optimale Arbeitsbedingungen mit einer der Aufgabe angemessenen und trotz dominanter Technik würdevollen Atmosphäre, ohne das denkmalgeschützte Ensemble zu bedrängen.

Krematorium und Trauerhalle im Hauptfriedhof
Eckenheimer Landstraße, Frankfurt am Main

Bauherr Stadt Frankfurt

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