Konzept

Das Kurhaus "Villa Borgnis" im Park wurde 1860 von dem Frankfurter Fabrikanten Matthias Franz Josef Borgnis als Landhaus über einem älteren, von drei gemauerten Tonnen überwölbten Vorratskeller des sog. "Jägerhauses" errichtet, dessen Baujahr ungewiß ist und das einem der Mainzer Erzbischöfe zugeschrieben wird. 1927 erstand die Stadt Königstein die Villa und erweiterte sie zum Kurhaus. Während die Kurnutzung bald wieder aufgegeben wurde, bestand die gastronomische Nutzung bis in die jüngste Zeit. Das im Schweizer Stil und unter Denkmal stehende Gebäude verkam durch mangelhafte Pflege immer mehr und war schließlich in der Gebäudesubstanz, vor allem des Dachstuhles und der Holzbalkendecken, stark gefährdet.

Bei der Sanierung folgten wir dem Grundsatz, von der Originalsubstanz so viel wie möglich zu erhalten, wobei wir entstellende Details vorangegangener Maßnahmen, soweit es wirtschaftlich zu vertreten war, zurückbauten.

Die im Rahmen der neuen Nutzung notwendigen Umbauten wurden deutlich vom Bestand abgesetzt. Sie sind als zeitgemäße Architektur zu erkennen und wurden so zu einem neuen Glied in der Kette der wechselvollen Baugeschichte. Die Exotik und die teilweise überbordende Gestaltung des für die Stadt ungewöhnlichen Hauses beantworteten wir mit Zurückhaltung in der Wahl der gestalterischen Mittel und der Materialien.

Villa Borgnis (Kurhaus im Park)
Hauptstraße, Königstein im Taunus

Bauherr Stadt Königstein

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